Wechselausstellung Gartenmuseum

Wir freuen uns sehr! Unser Gartenmuseum ist seit Juni 2021 wieder für Euch geöffnet. Schaut also gerne vorbei!


Herbarien –
Junge Beiträge zur Biodiversität

Herbarien aus dem Gymnasium der Stadt Lennestadt
aus den Klassen Acht von der Biologiefachschaft des GymSL

„Die kindlichste und doch wissenschaftlichste Arbeit ist die, zu schauen, was es alles gibt.“
– Konrad Lorenz

Die Beschäftigung mit der Natur ist spannend und gleichzeitig eine praxisorientierte und naturschützende Tätigkeit. Das Thema unseres Gartenmuseums ist der naturnahe Garten. Der Naturgarten ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Biodiversität. Bereits 40 % der heimischen Farn- und Blütenpflanzen sind gefährdet oder bereits ausgestorben.

Die ersten Herbarsammlungen wurden in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts im Zusammenhang mit der Gründung von botanischen Gärten in Mittelitalien angelegt. Treffenderweise bezeichnete man damals diese Sammlungen als „hortus siccus“ (= „trockener Garten“) oder „hortus hiemalis“ (= „Wintergarten“). Damit wurde eine Möglichkeit geschaffen, Pflanzen zu konservieren und für die wissenschaftliche Bearbeitung und Charakterisierung der Pflanzenvielfalt zu erhalten, und sie später für Vergleiche zur Verfügung zu haben. Das größte deutsche Herbarium befindet sich in Berlin und ist in Besitz des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem. Dort befinden sich auch die berühmten Sammlungen, die Alexander von Humboldt von seinen Reisen mitbrachte.

Herbarien zeigen uns aber auch die Schönheit der Natur - ein Herbarium ist auch eine Passion zwischen Wissenschaft und Kunst. Berühmte Künstler wie Paul Klee, Lucian Freud oder Mark Dion nutzten oder nutzen Herbarien als Inspirationsquelle für ihre Arbeiten.

Prof. Philipp Teufel

„Man schützt nur, was man kennt.“ – Daher ist das Anfertigen eines Herbariums fester Bestandteil des schulinternen Biologielehrplans am GymSL. Die intensive Beschäftigung mit heimischen Blütenpflanzen öffnet den Kindern die Augen für die Schönheit und Vielfalt unserer Natur. Das genaue Studium des Blütenbaus und die sorgfältige Anlage des Herbariums bringt den Schülerinnen und Schülern naturwissenschaftliches Arbeiten nahe und verdeutlicht ihnen die Verwandtschaftsbeziehungen im Reich der Pflanzen.

Kathrin Michler (im Namen der Biologiefachschaft des GymSL)


Eröffnung

31.10.2021 um 14 Uhr


Impressum

Kremer Gartenmuseum Lennestadt

Herbarien
Junge Beiträge zur Biodiversität
Herbarien aus dem Gymnasium der Stadt Lennestadt aus den Klassen 8a, 8b & 8c

Herbarien von
Carolin Kellermann, Jan Siepe, Pius Kemper und Anna Hütte

Kuration und Konzept
Prof. Philipp Teufel & Kerstin Neumann-Teufel


Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Wechselausstellung Gartenmuseum

Verwurzelt in Lennestadt: Faszinierende Herbarien im Gartenmuseum

Hast Du schon mal ein Herbarium erstellt? Also Teile von Pflanzen oder ganze Pflanzen mit Wurzeln ausgegraben, bestimmt, zwischen Buchdeckeln getrocknet und fein säuberlich auf Papier geklebt? Die meisten von Euch mussten das wahrscheinlich in Eurer Schulzeit im Biologie-Unterricht machen. Bei mir ist das mehr als 40 Jahre her, aber ich erinnere mich noch gut daran, wie ich auf der Suche nach Pflanzen durch die Wiesen und Wälder meiner Heimat gestreift bin. Wiesen-Schaumkraut habe ich ausgegraben, Löwenzahn, Veilchen und schmalblättrigen Wegerich. Die Bestimmung lief damals noch über fette Bücher aus der Schulbibliothek. Pflanzenfinder-Apps gab’s zu der Zeit noch nicht.

„Es kommt sehr selten vor, dass die Schüler eine Pflanze nicht richtig bestimmen. Früher spielte das bei der Benotung eine größere Rolle, aber heute, dank der Pflanzenfinder-Apps, nicht mehr.“
– Kathrin Michler

Wir mussten uns ein Habitat aussuchen und dort wachsende Pflanzen bestimmen. Bei mir waren es Wiesen. Bei der Herbarien-Ausstellung im Gartenmuseum geht es, wie ich im Interview mit Professor Philipp Teufel und der Lehrerin für Biologie und Mathematik Kathrin Michler erfahre, um heimische Sträucher und Bäume. Die Wurzeln dürfen in dem Fall in der Erde bleiben. Ein Ahorn-Blatt lässt sich halt einfach leichter pressen, als ein ganzer Ahorn-Baum. Statt der bei mir verlangten Wurzeln, sollten die Schüler aus den Klassen 8a, 8b und 8c aus dem Gymnasium der Stadt Lennestadt (GymSL) neben den Blättern auch die Blüten oder die Früchte der Sträucher und Bäume für ihre Herbarien sammeln und pressen.

Das Erstellen eines Herbariums ist fester Bestandteil des schulinternen Biologielehrplans am GymSL. Eine Aufgabe, die viele Schüler mit Freude erledigen. Die Aussicht, dass die eigene Arbeit in einer richtigen Ausstellung im Gartenmuseum gezeigt wird, war dann ein zusätzlicher Anreiz. Es war nicht einfach aus den insgesamt großartigen Arbeiten vier exemplarisch für die Ausstellung auszuwählen.


Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Wechselausstellung Gartenmuseum

Interview mit Philipp Teufel und Kathrin Michler

A: Herr Professor Teufel, Sie haben die Ausstellung geplant und auch die schwierige Aufgabe der Auswahl übernommen. Was erwartet die Besucher ab November in der Galerie des Gartenmuseums?

T: Nun, das Thema unseres Gartenmuseums ist der naturnahe Garten. Wir wollen lokale Themen mit direkten Bezügen zur Umgebung und zu den Menschen vor Ort zeigen. Die Herbarien der Schüler des GymSL passen perfekt zu diesem Konzept. Wir zeigen ausgewählte Seiten in Vitrinen, wie das auch in den großen Herbarien-Ausstellungen gemacht wird. Das größte deutsche Herbarium befindet sich übrigens im Botanischen Museum in Berlin-Dahlem. Dort werden auch die berühmten Sammlungen, die Alexander von Humboldt von seinen Reisen mitbrachte, gezeigt. Darüber hinaus werden einige Seiten als übergroße Drucke die Wände der Galerie schmücken.

A: Ist Ihnen die Auswahl der Arbeiten schwergefallen?

T: Ich muss ehrlich sagen, ich war überrascht über die hohe Qualität der Arbeiten, die Sorgfalt und die Liebe zum Detail mit der die Herbarien erstellt wurden. Viele bekannte Künstler schaffen gerade wieder Herbarien. Die Arbeiten der Schüler müssen sich dahinter nicht verstecken.

A: Frau Michler, Sie sind Lehrerin für Biologie und Mathematik am GymSL, alle Schüler der Achten Jahrgänge müssen ein Herbarium erstellen und bekommen dafür auch eine Note. Wie bewerten Sie die Arbeiten? Spielt der künstlerische Aspekt eine Rolle?

M: (lacht) Die Schülerinnen und Schüler sollen bei der Erstellung vor allem Erfahrung mit wissenschaftlichen Arbeitsweisen sammeln. Sie müssen ein Deckblatt ansprechend gestalten, ein Inhaltsverzeichnis erstellen, die Pflanzen mit ihrem korrekten wissenschaftlichen und deutschen Namen und ihrem Fundort benennen. Aber wer sagt denn, dass Wissenschaft nicht schön sein darf?

A: Da haben Sie natürlich recht. Die Ausstellung beginnt im November, werden Sie sie zusammen mit den Schülern besuchen?

M: Noch lassen es die aktuellen Corona-Bestimmungen nicht zu, dass wir im Klassenverband Ausflüge machen. Allerdings geht die Ausstellung ja bis Ende März 2022. Wir werden sehen was bis dahin möglich ist. Einzelne Schüler werden sicher zusammen mit ihren Eltern, Geschwistern, Oma und Opa die Ausstellung besuchen. Vor allem die, deren Arbeiten im Gartenmuseum gezeigt werden. Sie sind unglaublich stolz über die öffentliche Aufmerksamkeit und Anerkennung und werden bei der Ausstellungseröffnung auf jeden Fall vor Ort sein.


Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Wechselausstellung Gartenmuseum
Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Wechselausstellung Gartenmuseum

Die Werke im Gartenmuseum

Im Gartenmuseum in Lennestadt bietet sie bereits in der Dauerausstellung mit den raumbildenden Großphotographien der Gärten des berühmten holländischen Gartengestalters Piet Oudolf einen atmosphärischen Hintergrund.




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Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Naturpfad Lennestadt

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Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Lagerverkauf Lennestadt

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