Ab in den Urlaub – So überlebt Ihr Garten die Ferienzeit!

Ab in den Urlaub – So überlebt Ihr Garten die Ferienzeit!

Urlaub im eigenen Garten ist schön, aber manchmal zieht es auch den leidenschaftlichsten Gärtner etwas weiter weg. Was wird dann aus dem Garten? Wie bereitet man ihn am besten auf die eigene Abwesenheit vor? Wer gießt und erntet? Und was sollte man vorher noch unbedingt erledigen?

PFLEGELEICHTE STAUDENBEETE
Stauden und einjährige Sommerblüher kommen ganz gut eine Weile alleine klar. Entfernen Sie kurz vor Ihrem Urlaub noch einmal alle welken Blütenstände, verteilen Sie eine Portion organischen Dünger und wässern Sie gründlich. Das war’s.

KRÄUTER SCHNELL NOCH ERNTEN
Kräuterbeete sind ebenfalls recht unkompliziert. Erntereife Kräuter bekommen einen kräftigen Rückschnitt. Bis Sie aus dem Urlaub zurück sind, ist die Ernte getrocknet und die nach dem Rückschnitt nicht mehr so ansehnlichen Kräuter sind wieder nachgewachsen. Auch hier etwas organischen Dünger verteilen und kräftig wässern.

«Auch wenn man es immer wieder liest: die Tageszeit spielt beim Gießen keine Rolle.»

RICHTIG GIESSEN IM GEMÜSEGARTEN
Wenn alles gut eingewachsen ist, reicht es einmal in der Woche gründlich zu gießen. Gründlich heißt hier 20 Liter, also zwei große Gießkannen voll, pro Quadratmeter.
Bei der Wassermenge wird der Boden gut 20 Zentimeter tief durchfeuchtet und die Gemüsepflanzen haben lange was davon. Bei einem Gemüsegarten von 40 Quadratmetern, sind das 80 große Gießkannen mit Wasser – ganz schön was zu schleppen für Ihren Gartensitter – lassen Sie ihn doch dafür alles ernten, was während Ihrer Abwesenheit reif wird. Das ist in den Sommermonaten eine ganze Menge.

«Neuanpflanzungen vor dem Urlaub vermeiden, sie brauchen in den ersten Wochen viel Wasser.»

DIY BEWÄSSERUNG IM TOPFGARTEN
Einen umfangreichen Topfgarten kann man eigentlich kaum jemandem zumuten. Je nach Witterung müssen die Töpfe täglich gewässert werden. Man sollte daher versuchen mit allerlei Tricks und DIY Bewässerungsmethoden die Gießintervalle zu verlängern. Vorm Urlaub bekommt jeder Topf einen großen Untersetzer. Gut gefüllt mit Wasser reicht das für zwei bis drei Tage. An sich sind nasse Füße nicht so gut für Pflanzen, aber für zwei Wochen im Jahr kann man schon mal eine Ausnahme machen. Kleinere Töpfe kann man in eine große Wanne mit feuchtem Sand, Kies oder Splitt stellen. Das hält die Wurzeln feucht und lässt sie nicht so schnell austrocknen. Bei großen Töpfen hat sich ein selbst gemachter Wasserspeicher in Form einer PET Flasche sehr gut bewährt.

ANLEITUNG WASSERSPEICHER
2 LITER PET-FLASCHE:
– mit einem Nagel rund um den Flaschenhals 3-5 feine Löcher stechen
– PET Flasche zu zwei Dritteln mit Wasser füllen und zuschrauben
– Flasche kopfüber so in den Pflanztopf stecken, dass die Sonne darauf scheint

Bei starker Sonnenstrahlung erwärmt sich die Luft in der Flasche und drängt das Wasser durch die kleinen Öffnungen nach draußen. Am Abend oder bei schlechtem Wetter kühlt die Luft in der Flasche ab und erzeugt so einen Unterdruck. Das Wasser bleibt in der Flasche. Drei bis vier Tage kann man eine größere Pflanze so sich selbst überlassen. Mit dem Untersetzer kombiniert lässt sich die Zeit auch auf eine Woche ausdehnen. Probieren Sie das vorher aber unbedingt aus. Je nach verwendeter Erde, Topfmaterial und Sonneneinstrahlung ist das Wasserspeichervermögen von Töpfen ganz verschieden.

BALKONKÄSTEN MIT WASSERRESERVOIR
Kluge Gärtner erkennen das Urlaubsproblem schon vor der Anschaffung der ersten Kästen und besorgen gleich welche mit Wasserreservoir. Aber auch wenn die entsprechenden Kästen auf den ersten Blick nicht ganz preiswert sind – auf Dauer zahlt sich diese Investition auf jeden Fall aus.

Wir wünschen Ihnen eine sorgenfreie Urlaubzeit!
Ihre Natur-Talente