Alles für die Katz!

Alles für die Katz!

Vor drei Jahren entschieden wir uns für zwei kleine Kater und damit auch gegen einige Zimmerpflanzen. Denn schnell war klar, dass sich unsere neuen neugierigen Mitbewohner mit Orchidee, Weihnachtsstern und „Benjamin“ nicht wirklich vertragen.

Tatsächlich sind viele Pflanzen leider giftig für Katzen. Sie führen zwar nicht immer zum Tod, aber es kann den kleinen Stubentigern sehr zum Verhängnis werden. Also zogen einige unserer Zimmerpflanzen aus und zwei verspielte Wohnungskatzen ein.

Wir wohnen mitten in der Stadt im 3. OG eines Altbaus und wären nie auf die Idee gekommen, Wohnungskatzen bei uns einziehen zu lassen. Schöner ist es doch draußen in der Natur. Doch dann wurden wir auf eine Tierschutzorganisation aufmerksam und verliebten uns in den Gedanken, zwei kleinen Streunern ein besseres Zuhause zu geben. Wir erhielten eine Zusage. Aber nur, wenn für Katzen giftige Zimmerpflanzen weichen und gegen unbedenkliche ausgetauscht werden. Gesagt getan. Denn keine Pflanzen sind ja auch keine Lösung.

Natürlich kommen Katzen in der freien Wildbahn auch mit Pflanzen in Berührung, die für sie schädlich sind. Aber wir möchten schon gerne ein paar Jahre mehr mit unseren liebgewonnen Fellnasen verbringen. Generell gilt, dass jede Katze anders ist. Die eine fühlt sich von Pflanzen magisch angezogen, während die andere mit ihren grünen Mitbewohnern gar nichts anfangen kann. Wer von vorneherein Kitten bei sich aufnimmt, kann ihnen da noch so einiges beibringen und verbieten, aber bei unseren zu dem Zeitpunkt fast zweijährigen Miezis war da nicht mehr so viel zu trainieren. Der Instinkt siegt in der Regel und wippende Blätter sind einfach zu verlockend.

Die wohl unbedenklichste Pflanze ist das Katzengras. Wie der Name schon verrät, ist das Gras für Katzen geeignet und sie mögen es sehr gerne. Es soll also gefressen werden und wird auch von Tierärzten empfohlen. Grünlilie, Geldbaum, Zimmerbambus, Zyperngras, Calathea und Frauenhaarfarn machen das Zuhause nicht nur grüner, sondern auch katzensicherer. Fragt vorm Kauf genau nach, ob die Pflanzen für Katzen giftig sein könnte und recherchiert im Vorfeld, welche geeigneten Pflanzen euch gefallen. Aber: Auch ungiftige Pflanzen können der Katze wortwörtlich Magenschmerzen bereiten. So manch ein Pflanzensaft bekommt dem Fleischfresser nämlich gar nicht. Ein Gang zum Tierarzt ist dann oft die beste Medizin.

Fazit: Wählt Pflanzen, die eurer Katze nichts anhaben können, falls sie auf die Idee kommt mal an einem Blatt zu knabbern. So habt ihr weniger Sorgen und die Katze mehr Freude. Vor allem, wenn ihr immer frisches Katzengras zu Hause habt, wird sie euch sehr dankbar sein. Auch wenn Katzen es nicht immer zeigen können. Aber so sind sie halt.

Jacky & Markus Kremer,
Pflanzen- und Katzenfans aus Hamburg