DIY: Wildblumenwiese anlegen

DIY: Wildblumenwiese anlegen

Eine Wildblumenwiese ist nicht nur für Wildbienen ein Paradies. Grashüpfer, Marienkäfer, schillernde Mistkäfer, Schmetterlinge und Honigbienen. Sie alle fühlen sich in Wildblumenwiesen sehr wohl. Hier finden sie Nahrung und Wohnraum.

Und auch für Euren Garten ist eine Wildblumenwiese ein Gewinn. Ihr könnt den ganzen Sommer über bunte Blumensträuße pflücken und in aller Ruhe das Treiben der vielen Bewohner beobachten.

Man braucht nicht unbedingt viel Platz

So eine Wiese könnt Ihr ganz leicht selbst anlegen. Alles was Ihr dafür braucht, ist ein kleines Stückchen Erde. Wenn Ihr keinen Garten haben, kann das auch eine unbewachsene Baumscheibe vor Ihrer Haustüre sein. Sogar in einem Blumenkasten auf dem Balkon kann eine kleine Wildblumenwiese wachsen. Zum Durchstreifen und riesige Sträuße pflücken wird es
dann zwar nicht reichen, aber als kleines Schmetterlings- und Bienenparadies ist auch eine Mini-Wiese geeignet.

Die Mischung macht's

Wildblumenmischungen gibt es fertig zu kaufen. Es gibt verschiedene Mischungen, für verschiedene Anforderungen. An einem sonnigen Standort fühlen sich andere Blumensorten wohl, als an einem etwas schattigeren Standort. Es gibt Mischungen für trockene und eher feuchte Standorte. Auch die Qualität des Bodens spielt eine Rolle. Prinzipiell wachsen Wildblumenwiesen an Standorten mit leichten mageren Böden besser, es gibt aber auch Mischungen, die mit schwereren Böden zurechtkommen.

Wir empfehlen heimische Wildblumen

Wenn Ihr Wildbienen anlocken wollt, sollten Ihr auf jeden Fall darauf achten, dass in der Mischung überwiegend heimische Wildblumen enthalten sind:

– Wiesensalbei
– Kümmel
– Adonisröschen
– Zaunwicke
– Witwenblume
– Wiesen-Platterbse
– Fenchel
– Königskerze
– rauer Löwenzahn
– wilde Möhre
– gemeiner Natternkopf
– knolliger Hahnenfuß
– Thymian
– Tauben-Skabiose
– Schafgarbe
– wilde Petersilie
– Wiesensalbei
– Gamander-Ehrenpreis

Weg mit dem Unkraut

Damit die Samen der Wildblumenmischung gut keimen, müsst Ihr den Boden zunächst von hartnäckigen Wurzelunkräutern befreien. Die unkrautfreie Fläche wird mit der Grabegabel gleichmäßig gelockert und mit dem Rechen einigermaßen eingeebnet.

WILDBLUMEN MÖGEN MAGERE BÖDEN


Die meisten Gartenböden sind zu fett für Wildblumen. Deshalb solltet Ihr ein bisschen Sand untermischen, bevor Ihr eine Wiese anlegen. Einfach auf dem Beet verteilen und etwas einrechen.

SAATGUTMISCHUNG AUFBRINGEN


Fünf bis zehn Gramm Saatgut braucht Ihr pro Quadratmeter, damit sich alle in der Mischung vorhandenen Wildkräuter- und Blumensorten gut entwickeln können. Das ist ganz schön wenig. Wiegt das am besten am Anfang ab, denn wenn Ihr zu dicht säht, gehen nicht alle Samen auf.

SAMEN GUT EINHARKEN


Die ausgestreute Wildblumenmischung leicht einharken und gut andrücken. Dafür nimmt man eigentlich eine Walze, aber Ihr könnt die Samen auch mit den Füßen festtreten. Einmal längs, einmal quer darüberstapfen, so ist die Fläche ruckzuck eingeplättet.

NACH DER AUSSAAT FEUCHT HALTEN


Sucht Euch für die Aussaat einen trüben Tag aus und gießt die Fläche mit der Gießkanne gründlich an. Nachdem der Keimvorgang begonnen hat, darf das Beet solange nicht austrocknen, bis die Keimlinge aufgehen. Das dauert nur ein paar Tage und ein paar Wochen später beginnt die Wiese bereits zu blühen.

Viel Spaß beim Nachmachen und Insekten beobachten!

Eure Natur-Talente.