Kräuterführung

Kräuterführung

Wer hätte es gedacht, dass wir dieses Jahr doch noch ein paar unserer neuen Kurse im Naturgartencenter durchführen können? Einer dieser Kurse ist die Kräuterführung, die wir zum allerersten Mal in der Kremer Geschichte anbieten. Vergangenen Samstag, 19.9., war es dann endlich soweit und ich durfte dabei sein!

Ich habe mehr sehr darüber gefreut, schließlich haben Katrin, unsere Kräuterhexe, und ich bereits im letzten Winter viel Arbeit in die Planung der Kräuterworkshops gesteckt. Eigentlich sollte es fast monatlich Themenführungen geben, bei denen wir anschließend Wildkräuter zusammen mit den Teilnehmern in tolle Tinkturen, leckere Kräutersalze, Tees, Badezusätze oder Öle verwandeln.

Naja, dann kam alles anders als geplant… Aber wir konnten ein Kursformat finden, das auch in Corona-Zeit sorgenfrei viel Spaß bereitet und so sind wir gemeinsam mit Euch durch die Lenneaue gestreift und haben bei strahlendem Sonnenschein viel mehr entdeckt, als ich persönlich erwartet hätte.

Überall entdeckt die Expertin heimische Superfoods in Form von Wildkräutern.

Wildkräuter sammeln ist nachhaltig

Wilde Kräuter bedeuten Vielfalt und sind schützenswert. Je mehr wir uns wieder damit beschäftigen und sie wertschätzen, desto mehr sind wir hoffentlich bereit sie zu schützen. Sie bieten nicht nur uns günstige und gesunde Leckereien, sondern auch den heimischen Insekten und Tieren. Und außerdem sind sie echtes Superfood, das direkt vor unserenHaustüren wächst und nicht erst aus fernen Ländern eingeflogen oder verschifft werden muss.

Katrin, von Kräuterführung Sauerland, kennt sich aus!

Bei jedem Schritt fand sie am Wegesrand oder auch mitten auf der Wiese Wildkräuter, die man für viele Zwecke nutzen kann. Ich wäre ohne ihre Hilfe wohl blind an den vielen wertvollen Pflanzen vorbeigelaufen. Wir haben zum Beispiel Sauerampfer gefunden, den man in Salaten verwenden kann, Spitzwegerich (hilft gegen Juckreiz bei Mückenstichen) und Breitwegerich (super bei Blasen), echte Kamille für Tees und „Rollkuren“ u.v.m.

Besonders hübsch, fand ich das Franzosenkraut. Das kann als „Schmuckdroge“ verwendet werden. Hört sich seltsamer an, als es ist. Die Blüten sind essbar und können deshalb toll zur Verzierung von Salaten, Suppen oder Dips verwendet werden. Das werde ich definitiv mal ausprobieren.

Und dann sind wir auch noch auf alte Bekannte gestoßen: die Brennnesseln. Als echte Gartenfans, wisst Ihr bestimmt schon, dass sie als Jauche zur Pflanzenstärkung genutzt werden können. Aber wusstet Ihr auch, dass die Samen geröstet als Salatzusatz genutzt werden können?

Der Stechapfel ist giftig!

Nicht jedes Wildkraut kann verwendet werden!

Bei unserer Führung haben wir auch Pflanzen entdeckt, von denen man lieber die Finger lässt! Der Stechapfel beispielsweise ist hoch giftig und sollte nicht berührt werden.

Deshalb gilt im Generellen: Sammelt nichts, was Ihr nicht wirklich zu 100% kennt und bestimmen könnt. Es gibt manchmal auch Pflanzen, die sich sehr ähnlichsehen. Der Wiesen-Bärenklau zum Beispiel ist als Wildkraut essbar, aber er hat einen großen Bruder, den Riesen-Bärenklau (auch Herkulesstaude genannt) und der ist giftig und kann schon bei Kontakt zu schlimmen Verbrennungen der Haut führen!

Deshalb waren wir alle sehr froh, Katrin, ausgebildete Heil- und Kräuterpädagogin, an unserer Seite zu haben. Wer das ebenfalls mal erleben möchte, kann sich bei unserer nächsten Führung am Samstag, 26.9., ab 13 Uhr anmelden. Hier geht’s zur Buchung:

https://www.kremer-naturtalente.de/events/krauterfuhrung-mit-katrin-honisch-3-kopie

Eure Caro von den Natur-Talenten.