Mehr grün durch Kindel und Co.!

Mehr grün durch Kindel und Co.!

Und nein, damit meinen wir kein technisches Gerät. Kindel, Stecklinge, Ausläufer oder Teilung – es gibt viele Wege zu noch mehr Grün! Shoppen geht natürlich auch ;)

Unbedingt sollte man aber mal die Erfahrung gemacht haben, selber Pflanzen zu vermehren. Gerade die Pflanzenvaddis und Muttis unter Euch, werden bestätigen wie viel Freude das macht! Es ist einfach ein tolles Gefühl, durch wenige Handgriffe für wunderschöne, prächtige Pflanzennachkömmlinge zu sorgen. Und so geht’s:

Kindel und Ausläufer

Pflanzen, die Kindel bilden sind besonders einfach zu vermehren. Denn die Kindel sind quasi fertige Minipflänzchen, die einfach nur noch von der Mutterpflanze getrennt und neu eingepflanzt werden müssen. Bei Pflanzen wie der Grünlilie (Chlorophytum), Glückstaler (Pilea) oder auch den Schmetterlings-Orchideen (Phalaenopsis) ist das der Fall. Die Kindel werden, wenn Sie kräftig genug sind, mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze getrennt und in ein kleines Gefäß mit passendem Substrat gepflanzt.

Teilung

Eine weitere Vermehrungsmöglichkeit ist die Teilung, die bei Pflanzen angewandt werden kann, die sich durch Ausbildung neuer Triebe am Wurzelstock oder durch Rhizome seitlich ausbreiten. Das ist beispielsweise bei Zierspargel (Asparagus) der Fall. Dafür wird die Pflanze einfach in der Mitte geteilt und beide Hälften wieder eingepflanzt.

Stecklinge

Viele Grünpflanzen können als Stecklinge vermehrt werden, dazu zählen beispielsweise die Efeutute (Epipremnum aureum), die Birkenfeige (Ficus benjaminii), die Montera (Monstera deliciosa), die Aloe (Aloe vera) oder der Drachenbaum (Dracaena). Besonders gut wurzeln sie im Frühjahr und Frühsommer, wenn der natürliche Wachstumsprozess der Pflanzen im vollen Gange ist. Stecklinge können aus verschiedenen Pflanzenteilen gewonnen werden, z.B.:

Blattsteckling: Ein Blatt wir zur Vermehrung genommen. Das kann mit Stiel erfolgen (Anwendung bei Birkenfeige, Efeutute) oder aber auch einfach nur mit dem Blatt (Anwendung bei Sukkulenten, Aloe, Usambaraveilchen).

Kopfsteckling: Die Spitze der Pflanze (Anwendung bei Drachenbaum, Gummibaum, Monstera)

Um die Stecklinge von der Pflanze zu trennen, muss ein sauberes, scharfes Messer verwendet werden. Die Länge der Stecklinge sollte ca. 10-15 cm betragen. Nachdem sie abgetrennt wurden, können sie direkt eingepflanzt oder zunächst in ein Glas mit Wasser gestellt werden, um die Wurzelbildung voranzutreiben.

Und dann heißt es warten und die grünen Daumen drücken!

Eure Natur-Talente.