Kremer | Home Story – House of Plants

Home Story – House of Plants

30.12.20

Wir sind zu Gast bei der Sicherheitsingenieurin Nadja in Lennep. Beim Betreten ihres hellen Wohnzimmers trifft man nicht auf riesige Fensterblätter oder Palmen, die man mit dem Urban-Jungle-Trend in Verbindung bringt. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf den kleineren Dingen. Liebevoll ausgesuchte exotische Schätze sind in der ganzen Wohnung untergebracht.

Zusammen bilden sie eine botanische Vielfalt, die man in einer privaten Wohnung kaum vermutet. Allein im Büro stehen ca. hundert Stück. Wie viele es genau sind, kann Nadja allerdings nicht sagen – sie hat aufgehört zu zählen.

Neben Naturkundebüchern, Besuchen in botanischen Gärten und ihrer Familie, zählten drei ältere Herren aus der Nachbarschaft zu den Leuten, die ihr die Basics der Pflanzenpflege nähergebracht haben. Erich, Jochen und Karl waren Spezialisten auf ihren jeweiligen Gebieten. Während der eine sich mit Nutzpflanzen beschäftigte, fanden die anderen beiden ihre Freude an Stauden und Exoten.

Und genau diese Freude und Begeisterung haben sie weitergeben können. Pflanzen erfüllen für Nadja auch einen dekorativen und ästhetischen Zweck, darüber hinaus besitzen viele von ihnen aber einen hohen emotionalen Wert. Dazu zählt beispielsweise „Die Königin der Nacht“, die sie bereits ihr halbes Leben begleitet. Hierbei handelt es sich um ein Mitglied aus der Familie der Kakteengewächse. Die Besonderheit liegt in ihrer Blüte. Diese zeigt sich nämlich nur einmal im Jahr bei Nacht und das nur für wenige Stunden. Einen solchen Ableger schenkte ihr Jochen, der leider bereits verstorben ist, zu ihrem sechzehnten Geburtstag.

Ein weiteres Geschenk ist der Känguru Farn – Microsorum Pustulatum. Bei diesem Farn handelt es sich um ein Abschiedsgeschenk ihrer ehemaligen Arbeitskollegen. Vor einigen Jahren war Nadja nämlich selbst noch Teil der Kremer Natur-Talente.

Da sie bereits beim Eintreffen der Ware ein Auge auf den Farn warf, sich dann aber doch zurückhielt, freute sie sich umso mehr als sie ihn schließlich ihr Eigen nennen durfte. Die Pflege ihrer Schätze ist in den Tagesablauf integriert. So wird morgens mit dem Kaffee in der Hand ein Teil der kleineren Pflanzen gegossen.

Die größeren Exemplare erhalten am sonntäglichen „Duschtag“ ihre Wasserration. Werden alle Pflanzen am Stück gegossen, dann beläuft sich die notwendige Zeit auf ca. zwei Stunden. Trotz ihrer jahrelangen Erfahrung würde sich Nadja nicht als Expertin bezeichnen, eher als Pflanzenenthusiastin. Und genau diesen Enthusiasmus sowie die Leidenschaft für ihr Hobby versucht sie über ihren Instagramm Account: plantastic_greenheart zu verbreiten. Dort kann sie sich mit Gleichgesinnten austauschen und ihre Erfolge teilen.


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