Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Beete mulchen

Beete mulchen

05.05.21

Eine Bodenbedeckung aus organischem Material hat ziemlich viele Vorteile und – wenn man richtig mulcht – eigentlich keine Nachteile. Eine Mulchschicht unterdrückt Unkraut, aktiviert das Bodenleben, schützt den Boden vor Austrocknung, Verschlämmung, Erosion und versorgt ihn mit Nährstoffen. Viele Pflanzen blühen unter einer Mulchschicht erst so richtig auf. Also ran an den Mulch!

Stauden- und Gräserreste sind hervorragend als Mulchmaterial geeignet. Ich schneide Staudenreste erst im Frühjahr, entferne das zwischenzeitlich gewachsene Unkraut und bringe einen langwirkenden organischen Bio-Dünger oder eine ordentliche Portion Kompost auf.

Die Stauden und Gräser zerkleinere ich mit einer Gartenschere und streue sie wieder ins Staudenbeet. Bei mir reicht das anfallende Material aus, um den Boden zwei bis drei Zentimeter hoch zu bedecken. Der Dünger ist wichtig, da das vertrocknete Material beim Zersetzen Nährstoffe aus dem Boden zieht, die wieder ergänzt werden müssen. Man kann fast zusehen wie die Würmer sich über das Mulchmaterial hermachen.

Im Laufe der Saison verschwindet es fast vollständig im Boden. Sobald bei uns im Garten Rasenschnitt anfällt, ergänze ich damit die Mulchschicht im Staudenbeet. Rasenschnitt enthält viel Stickstoff und wirkt daher beim Zersetzen sanft düngend. Deshalb ist er auch gut für den Einsatz im Gemüsebeet geeignet. Dicker als ein bis zwei Zentimeter sollte eine Mulchschicht aus Rasenschnitt allerdings nicht sein. Regenwürmer sind richtig heiß auf die feinen Grashalme.

Man kann wirklich dabei zusehen wie sie in den Boden gezogen werden. Zerkleinerte Brennnesseln oder Beinwellblätter sind ebenfalls hervorragend zum Mulchen im Gemüsebeet geeignet. Ich bringe frisches grünes Mulchmaterial immer in mehreren Schichten auf, die ich zwischendrin antrocknen lasse. Damit das Unkrautwachstum gehemmt wird, muss die Mulchschicht schon fünf bis zehn Zentimeter hoch sein. Frischer Rasenschnitt, in der Dicke, bildet eine dicke schmierige Schicht, die schnell fault. Deshalb besser mit anderem Mulchmaterial mischen oder eben in dünnen Schichten ausbringen und antrocknen lassen.

Für Gartenwege und unter säureliebenden Pflanzen wie Rhododendren und Hortensien verwende ich groben Rindenmulch. Holzhäcksel nutze ich ebenfalls für Wege und verteile sie auch gerne unter Beeren- und Rosensträuchern. Die helle Farbe verbleicht recht schnell und sieht dann sehr natürlich aus. Auch Töpfe kann man mit einer Mulchschicht bedecken und sich damit allzu häufiges Gießen ersparen.

Ich habe bei mir mit Schafswolle experimentiert, das funktioniert sehr gut. Optisch ansprechender ist aber der Einsatz von feiner Pinienrinde.

Geeignete Mulch-Materialien

– Stroh oder Holzwolle für Erdbeeren

– Kompost im Gemüsebeet und im Staudenbeet

– Rindenmulch für Gartenwege oder Schattenpflanzen

– Holzhäcksel für Rosen, Beerensträucher und Gartenwege

– Rasenschnitt universell einsetzbar (nicht zu dick auÂringen)

– Brennnessel oder Beinwellblätter, Luxusmulch für Tomaten und Gemüsepflanzen

– Laub für Himbeersträucher (kein Eichen- oder Walnusslaub verwenden)

– Schafswolle in Hochbeeten und Töpfen

– Steine bei Trockenheitsliebenden Pflanzen

– Häckselgut als dünne Schicht im Staudenbeet

– Miscanthus als nicht saure Alternative zu Rindenmulch

– Farn für Himbeeren

– Moos und Eichenlaub für Moorbeetpflanzen (Heidelbeeren, Rhododendren, Hortensien)

– Gründünger als Winterschutz im Gemüsebeet

Die Vorteile auf einen Blick

– mulchen spart Wasser

– mulchen aktiviert das Bodenleben

– mulchen erspart mühsames Unkraut jäten

– mulchen schütz vor Bodenerosionen

– mulchen lockert den Boden und reichert ihn mit Humus an

– mulchen schützt vor Verschlämmung

Eure Anja Klein von @derkleinehorrorgarten


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