Gartencenter Kremer. Die Naturtalente | Staudenbeete anlegen

Staudenbeete anlegen


05.05.21

Erlebnisreiche, pflegeleichte, dauerhafte Pflanzungen, die jedem Garten eine individuelle Note geben? Stauden heißt das Zauberwort!

Ob als Begleiter von Rose & Co., im Prachtbeet, im trockenen Gräsergarten oder als Schwimmblattpflanze, selbst auf dem Balkon – Stauden kommen vielfältig zum Einsatz. Mit der Verwendung robuster, heimischer Arten oder auch mit naturnahen Staudenschätzen lockt Ihr zahlreiche Tiere in den Garten. Nur ungefüllte Blüten bieten Nahrung für die Nützlinge, die Bestäuber für Nutzpflanzen sind und z.B. die Blattläuse im Zaum halten.

Die richtige Staude am richtigen Standort

Von sonnig bis schattig, trocken bis feucht, humos bis steinig, kalkig bis sauer oder tonig bis sandig stellen Stauden verschiedenste Ansprüche an Klima und Boden. Nur am richtigen Standort fühlen sie sich sichtbar wohl! Wird dies beachtet, dann leiden die Stauden weniger an Krankheiten, haben ein gutes Wachstum und brauchen weniger Pflege.

Erst planen, dann pflanzen

Soll ein Staudenbeet gelingen, setzt auf erprobte Arten! Auch Standort, Bodenvorbereitung, Qualität und Dichte der gewählten Pflanzen sowie deren Pflege und Mulchung sind ausschlaggebend dafür.

Die richtige Mischung macht’s!

Stauden werden gerne nach Farben ausgewählt. Achtet aber auch auf andere ästhetische Merkmale wie Blüte und Fruchtstand, Textur und Form der Blätter, Wuchsform und -höhe, Horst- bzw. Ausläuferbildung sowie Blühabfolge. Vielfalt an Blütenformen wählen Blütenstände wie Ähren & Trauben lenken den Blick nach oben, während Blütenteller in sich ruhen. Köpfchen und Quirle sind starke Farbtupfer. Dolden, Netze und Gitter dienen wie Rispen als „Weichzeichner“. Optimal ist ein Mix daraus.

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Farben geschickt kombinieren

Jede Farbe wirkt auf ihre Weise: Anregendes Rot verkleinert Gärten optisch, ruhiges Blau vergrößert ihn. Weiß trennt Farben. An der Sonne kommen satte, kräftige Farben gut zur Geltung. Schatten wird durch Gelb und Pastellfarben aufgehellt, Grün betont ihn.

Im Farbkreis benachbarte Farbverläufe wirken harmonisch und beruhigend.

Beete aus Komplementärfarben (1/3 + 2/3) sind spannend und kontrastreich (z.B. violett-gelb). Bunte Beete wirken fröhlich und in Pastell etwas sanfter (z.B. Die Grundfarben: gelb-rot-blau).

Ein Gartenraum der in der gleichen Farbe, d.h. „Ton in Ton“ gehalten wird, kann besonders harmonisch wirken. Die Beete leben dabei von helleren und dunkleren Farbnuancen.

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Wuchsformen ergänzen sich

Stauden breiten sich unterschiedlich aus: Statisch wirken Horstbildende Stauden. Diese Strukturpflanzen schließen offene Böden nur langsam und sind leicht im Zaum zu halten (z.B. Primel). Ausläufer bildende Stauden sind dynamische Füllpflanzen. Sie machen schnell „dicht“ und überwuchern andere Pflanzen und Unkraut (z.B. Immergrün). Optimal ist eine Mischungen dieser zwei Wuchsformen.

Blühabfolgen im Jahresverlauf

Harmonisch gestaltet gibt es im Staudenbeet stets neue, aufeinander abgestimmte Aspekte. Auch Frühlingszwiebel und Füllpflanzen sorgen für lückenlose Blühabfolgen. Einziehende Stauden (z.B. Herzerlstock) werden von Sommer- und Herbstblühern verdeckt. Den Winter zieren immergrüne Stauden (z.B. Leberblümchen, Schleifenblume), Gräser und Pflanzen mit besonderen Samenständen (z.B. Indianernessel, Edeldistel).

Staudenbeete richtig anlegen

Verwendet anfangs wenige Lieblingspflanzen. 15 bis 30 Arten sind für ein vielgestaltiges, dynamisches Beet gut geeignet. Statt munter drauflos zu pflanzen, hilft ein Plan. Beginnt die Beetgestaltung mit hohen Leitstauden, arbeitet Euch dann mit Begleitpflanzen und Bodendeckern nach vorne. Berücksichtigt Farben, Höhen und Pflanzabstände.

Leitstauden

Den Ton geben die Leitstauden an, die sich – eher im Hintergrund – in Gruppen von 1 bis 3 Pflanzen inselartig wiederholen. Diese Gerüstbildner sind oft spät- oder langblühende, auffällige Arten, z.B. Rittersporn, Kandelaber–Ehrenpreis oder Königskerze.

Begleitpflanzen

Als Begleitpflanzen dienen kleinere Exemplare, die zu Gruppen von je 3 – 10 Pflanzen je m² gesetzt werden, Astern, Sonnenbraut oder Salbei.

Bodendecker

Zum „Team“ gehören auch Bodendecker, von denen Ihr mindestens 10 Pflanzen zur Flächendeckung braucht. Geeignet sind z.B. Frauenmantel oder Storchschnabel.

Dazu kommen Blumenzwiebeln und Knollen sowie kurzlebige Streu- und Füllpflanzen vor allem für die Anwachsphase

Eure Gärtner von Natur im Garten e.V.


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