Kremer | Andreas Hotmar

Andreas Hotmar



Als Kind habe ich viel Zeit im Garten meiner Oma verbracht. In meinem eigenen kleinen Beet durfte ich Gemüse und Blumen anpflanzen. Vor zwei Jahren habe ich dann den Garten meiner Eltern übernommen. Wenn ich heute mit meinem sechs Jahre alten Sohn in den Beeten arbeite, erinnere ich mich gerne an die Stunden, die ich als Kind dort verbracht habe.

Mit meiner Ausbildung zum Blumen- und Zierpflanzengärtner habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und es noch keine Sekunde bereut. Mehr als dreißig Jahre ist das jetzt her. Seitdem hat sich das Berufsbild und die ganze Branche stark verändert. Während meiner Ausbildung in der alten Gärtnerei Kremer in Lennestadt haben wir viele Pflanzen für den Verkauf selbst produziert. Die Pflanzenanzucht war immer mein persönliches Steckenpferd. Heute haben sich die meisten Gärtnereien auf eine bestimmte Spezies spezialisiert. Das ist effizienter und führt am Ende zu qualitativ besseren Pflanzen.

Auch meine Tätigkeit hat sich im Laufe der Jahre stark verändert. Mit der Eröffnung des ersten Gartencenters in Lennestadt rückten Verkauf und Kundenberatung nach und nach in den Vordergrund. Das war am Anfang neu und ungewohnt, aber auch spannend. Ich bin mit den Jahren in das neue Aufgabenfeld hineingewachsen. Heute berate und verkaufe ich total gerne. Das liegt natürlich auch an den hochwertigen Pflanzen und Produkten, die wir anbieten.

Ich bin sehr gerne im Garten und wollte immer schon Gärtner werden. Ein anderer Beruf wäre für mich niemals in Frage gekommen.

Seit 2004, damals noch als Betriebsleiter der neuen Filiale, bin ich Teil der Natur-Talente in Gummersbach. Seitdem spielt die Wettervorhersage in meinem Leben eine wichtige Rolle. Wenn die Temperaturen steigen und die Sonne scheint steigt die Gartenlust sprunghaft an. Dann müssen die Pflanztische gut mit saisonaler Ware gefüllt sein. Warendisposition, Steuerung und Kontrolle der Umsätze, Mitarbeiterplanung und -führung – mit meiner neuen Position hat sich mein Aufgabenspektrum noch einmal erweitert. Dabei profitiere ich sehr von meiner jahrelangen Erfahrung. Inzwischen reicht mir ein Blick auf das Thermometer und ich weiß, wie viele Primeln an dem Tag über den Ladentisch gehen.

Trotz oder vielleicht gerade wegen all dieser Veränderungen macht mir mein Job nach all den Jahren immer noch Spaß. Auch die neueste Entwicklung gefällt mir sehr gut. Den klassischen Betriebsleiter gibt es nun nicht mehr. Die Verantwortung wird auf mehreren Schultern verteilt. Jeder kann und soll sich mit seinen Fähigkeiten einbringen. Und so verantworte ich heute zusammen mit sechs engagierten Kollegen den Außenbereich in Gummersbach und kann mich wieder stärker auf meine ursprüngliche Leidenschaft, die Pflanzen, konzentrieren.

Ihr Andres Hotmar