Kremer | Der Kaffeemacher

Der Kaffeemacher



Unser Kaffee kommt von der Firma Langen Kaffee und ist mit Sohn Klaus als Geschäftsführer unter den 50 Besten Kaffeeröstereien Deutschlands. Zwei bis dreimal im Jahr reist Klaus Langen in die Anbaugebiete in Lateinamerika, Afrika und Asien, immer auf der Suche nach den besten Bohnen.

Vor mehr als 50 Jahren zog zum ersten Mal der typische Geruch von frisch geröstetem Kaffee durch die Hansestadt Medebach im Sauerland. Im Garten seines Schwiegervaters, unter dem Dach eines ausrangierten Eisenbahnwaggons, stand Günter Langen an seiner gebraucht gekauften Röstmaschine und röstete seinen ersten Sack Rohkaffee.

Für seinen Traum von der eigenen Kaffeerösterei verzichtete er auf einen spannenden Job in Kalkutta und auch den ersten bescheidenen Tagesumsatz von knapp 30 DM nahm er gelassen. An seiner Röstmaschine im Sauerland war er glücklich. Hier wollte er sein. Sein Kaffee kam gut bei seinen Kunden an. Die Firma expandierte und überstand sogar das große Röstersterben in den 70er und 80er Jahren. Von ehemals 6.000 Kaffeeröstern gelang das gerade einmal 120 Betrieben.

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Heute gibt es wieder rund 600 Röstereien in Deutschland, die hochwertigen handwerklich gerösteten Kaffee anbieten. Die Firma Langen Kaffee, mit Sohn Klaus als Geschäftsführer, ist unter den 50 Besten. Zwei bis dreimal im Jahr reist Klaus Langen in die Anbaugebiete in Lateinamerika, Afrika und Asien, immer auf der Suche nach den besten Bohnen.

Der enge Kontakt zu den Kaffeebauern in den Anbaugebieten ist ihm sehr wichtig. Am Anfang seiner Laufbahn als Kaffeeröster verbrachte er ein ganzes Jahr in Honduras, um alle Arbeitsschritte vom Anbau bis zur rohen Kaffeebohne zu verstehen und um ein vertrauensvolles Verhältnis zu den Kaffeebauern vor Ort aufzubauen. Alle seine Lieferanten bewirtschaften ihre Böden mit aller Sorgfalt von Hand. Das ist entscheidend für die spätere Qualität des fertigen Kaffees. Klaus Langen schätzt die gute Arbeit der Kaffeebauern. Dafür zahlt er gerne faire Preise, die den Produzenten in den Ursprungsländern vernünftige Arbeitsbedingungen und ein gutes Leben ermöglichen.

Zwischen 200 und 220 Tonnen grüne Kaffeebohnen kauft Klaus Langen pro Jahr direkt bei den Erzeugern ein.

Um den idealen Kaffee für seine eigene Rösterei aufzuspüren, verkostet er bei seinen Besuchen unzählige Tassen. Getestet wird nach einem standardisierten Ablauf – genannt Cupping – um jeden Kaffee unter möglichst gleichen Voraussetzungen bewerten zu können.

Eine grüne Kaffeebohne riecht und schmeckt noch nicht nach Kaffee. Sie kann allerdings die in ihr enthaltenen Aromen und Inhaltsstoffe sehr gut konservieren. Aus diesem Grund wird Kaffee fast immer in dem Land geröstet, in dem er verkauft wird. Die Aufgabe des Kaffeerösters ist es, die grüne Bohne zu einem Kaffee mit einzigartigem Charakter zu veredeln.

Mischung, Temperatur, Zeit, Feuchtigkeit – das Röstergebnis hängt von vielen Faktoren ab. Wie bei einem Musikstück fügen sich viele einzelne Noten zu einem Gesamterlebnis zusammen. Für Klaus Langen hat die Komposition eines neuen Kaffees nichts von ihrer ursprünglichen Faszination verloren. Am Anfang ist da eine vage Idee, flüchtig, wie das Aroma von Kaffeebohnen, an die er sich langsam heranarbeitet.

Für die Entwicklung der exklusiven Kremer Kaffeesorten, hat er Birgit und Alexander Kremer zunächst einmal zum Cupping in die Rösterei eingeladen. Ziemlich viele Kaffeetassen wurden geleert, bevor die richtige Mischung gefunden war. Ein großer Spaß, nicht nur für den Kaffeeröster. Entstanden ist am Ende ein kleines Kunstwerk, ein handwerklich gerösteter Kaffee mit ganz eigenem Geschmack. Riechen und probieren könnt Ihr ihn in den Kremer Filialen Remscheid, Lüdenscheid, Gummersbach und in Lennestadt.