Kremer | Sonnenverwöhnte Rosen

Sonnenverwöhnte Rosen



Bis zum Jahr 2002 kamen die Rosen des Familienbetriebs Rosen Linssen aus den Niederlanden. 2003 haben die drei Brüder Ruud, Peter und Hans zunächst einen Anbauort in Kenia und 2004 dann einen weiteren in Äthiopien gefunden. Dort herrschen optimale Bedingungen für den Anbau von Schnittrosen. Die Königin der Blumen mag es gerne warm und sonnig und Sonne gibt es reichlich in Afrika.

Kremer | Sonnenverwöhnte Rosen

Inzwischen bauen die Linssens in Äthiopien auf 65 Hektar 30 verschiedene Rosensorten an. Den Betrieb in Kenia haben Peter, Hans und Ruud wieder verkauft. Obwohl die Rosen jetzt weite Transportwege zurücklegen, wird für ihre Produktion insgesamt weniger Energie als zuvor benötigt. Dazu kommt die herausragende Qualität von Schnittrosen aus Afrika. Unter den dort herrschenden klimatischen Bedingungen können rund ums Jahr Rosen geschnitten werden. Jeden Tag werden von dem Betrieb in Äthiopien rund 250.000 Stielrosen in die Welt verschickt. Hauptabnehmerland ist Deutschland, aber Rosen von Linssens kann man auch in Japan kaufen.

1.400 Mitarbeiter sind zur Zeit in Äthiopien mit der Aufzucht und dem Schnitt der Rosen beschäftigt. Weitere 10.000 bis 20.000 Menschen profitieren vor Ort und im Umland von der Rosenproduktion. Darunter natürlich die Familien der Mitarbeiter, aber auch viele Kleinunternehmen, die sich aufgrund der stabilen wirtschaftlichen Situation dort ansiedeln konnten.

Rosen Linssen ist seit über einem Jahrzehnt der größte Arbeitgeber und treibender Wirtschaftsfaktor vor Ort. Der gesamte Betrieb ist nach internationalen Sozialstandards zertifiziert. Alle Mitarbeiter sind versichert, haben einen Anspruch auf Mutterschutz, Urlaub und eine Sechstagewoche. Die genauen Arbeitsbedingungen sind für jeden unter dem MPS-Code 801696 einsehbar. Die Zertifizierung erstreckt sich nicht nur auf die Arbeitsbedingungen. Auch der Einsatz von Düngemitteln und Pflanzenschutzprodukten wird in den Zertifizierungsbedingungen mit Blick auf nachhaltigen Anbau und Umweltschutz geregelt.

Dennoch, die Entfernung bleibt. Wie leitet man einen Betrieb, der so weit weg ist? Die drei Firmeneigentümer wechseln sich reihum ab und sind jeweils vier bis fünf Tage vor Ort. Jeder hat sein eigenes Aufgabengebiet, kann aber auch die Aufgaben der anderen übernehmen. Peter kümmert sich um die allgemeine Betriebsführung. Ruud ist spezialisiert auf Technik und Pflanzenschutz. Hans ist der Spezialist für den Verkauf und die Sortimentsgestaltung. Die laufenden Managementaufgaben werden von äthiopischen Mitarbeitern vor Ort übernommen. Die drei Chefs unterstützen die Prozesse lediglich.

In den Niederlanden besteht das Team aus zehn bis fünfzehn Mitarbeitern. Hier werden die frisch angekommenen Rosen ausgepackt und auf Schäden kontrolliert. Abgebrochene Blütenstiele werden ersetzt, bevor die Rosen an die Blumenuhr in Herongen oder direkt zum Kunden geliefert werden. Seit der Ernte sind bis dahin zwischen zwei und drei Tage vergangen. Diese Zeit kommen die Rosen gut ohne Wasser aus. Tatsächlich halten sie sich länger, wenn sie zunächst trocken transportiert werden. Die Blüten bleiben geschlossen und öffnen sich erst wenn sie bei Euch zuhause in der Vase stehen.


7 Tipps von den Rosen-Profis



  • Vase vor Gebrauch gründlich reinigen und mit klarem Wasser ausspülen

  • Rosen, bevor sie in die Vase kommen, noch einmal mit einem scharfen Messer schräg anschneiden

  • untere Blätter entfernen, die Blätter sollen

  • keinen Kontakt zum Wasser haben

  • lauwarmes sauerstoffarmes Wasser verwenden

  • bei kalkhaltigem Wasser einen Spritzer Zitrone oder Essig zugeben

  • Wasser alle zwei Tage wechseln

  • ein Frischhaltemittel versorgt die Rosen mit Nährstoffen und beugt Fäulnisbakterien im Wasser vor