
Auf gute Nachbarschaft kommt es an
26.03.24
Gemeinsam wächst es besser!
Gute Nachbarschaft ist nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen wichtig, sondern auch im Gemüse- und Kräutergarten. Hier setzen wir auf das bewährte Konzept der Mischkultur, denn gemeinsam wächst es einfach besser!
Die Natur selbst zeigt uns, dass bunte Vielfalt und Durchmischung den idealen Zustand darstellen. Im Gegensatz dazu haben Monokulturen so einige Nachteile – schließlich möchte niemand seine ganze Ernte an Mehltau oder Kohlfliegen verlieren. Doch chemische Pflanzenschutzmittel kommen für uns nicht in Frage, weder im Garten noch auf unserem Teller.
Die Lösung? Mischkulturen! Hierbei werden Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften und Bedürfnissen kombiniert, um sich gegenseitig zu begünstigen. Anstatt auf Pestizide zu setzen, ermöglichen wir unseren Pflanzen somit sich selbst zu schützen. Durch die geschickte Kombination entstehen nicht nur traumhafte Gemüsebeete, sondern auch synergistische Effekte. Einige Pflanzenkombinationen wirken beispielsweise vorbeugend gegen Schädlinge und Krankheiten, indem sie Duftstoffe absondern, die unliebsame Fressfeinde fernhalten.
Entdecke mit uns die perfekten Traumpaare unter den Kräutern und Gemüsen, die sich in Mischkulturen bewährt haben. Gemeinsam schaffen sie ein harmonisches Zusammenspiel und lassen Deinen Garten in voller Pracht erblühen.

Tomate und Basilikum
Tomaten und Basilikum sind nicht nur auf unserem Teller ein unschlagbares Duo, auch im Gemüsebeet harmonieren sie gut miteinander. Im geschützten, sonnigen Tomatenbeet bildet Basilikum mehr Blattmasse. Zudem beugt er einigen Krankheiten wie der Pilzinfektion Mehltau vor und seine ätherischen Öle sind bei der weißen Fliege wenig beliebt.

Zucchini und Kapuzinerkresse
Zucchini und Kapuzinerkresse bilden im Beet eine ideale Partnerschaft. Eine Untersaat mit Kapuzinerkresse lockert nicht nur den Boden, sondern hält ihn auch frei von Wildkräutern. Die Kapuzinerkresse fungiert zudem als natürliche Barriere gegen weiße Fliegen und soll sogar Schnecken fernhalten.

Gurken und Borretsch
Borretsch ist auch unter dem Namen Gurkenkraut bekannt, vermutlich aufgrund des gurkenartigen Dufts seiner Blätter. Dieses Kraut verleiht einer Vielzahl von Speisen eine besondere Note. Zusätzlich produziert Borretsch reichlich zuckerreichen Nektar, der zahlreiche Hummeln anlockt. Diese Bestäuber sind natürlich auch für die Gurkenpflanzen von Vorteil.

Tipp:
Du kannst nicht nur Gemüse und Kräuter miteinander kombinieren, auch eine farbenfrohe Mischung mit Blühpflanzen ist möglich. Die bunte Vielfalt in deinem Garten oder auf dem Balkon ist auf diese Weise eine echte Augenweide und bringt auch zahlreiche Vorteile mit sich. Schließlich werden bestäubende Insekten magisch von wertvollen Blüten angelockt und verbessern so die Erträge von Obst und Gemüse.
Tagetes:
Die Studentenblume hat im Laufe der zeit ein bisschen unter ihrem Image gelitten, sie gilt nicht als besonders modern. Daher hat sie viele Vorteile für das Gemüsebeet. Dank ihres Duftes werden viele fliegende Schädlinge abgehalten. Zudem ist die Studentenblume besonders bei Schnecken beliebt. Viele Gärtner:innen nutzen sie also als eine Art Schutzwall um ihren Salat zu schützen. Am besten sammelst du die Schnecken aber einfach ab und lässt sie an einem anderen Ort wieder frei.
Lavendel
Lavendel zählt zu den beliebtesten mediterranen Pflanzen und das hat direkt mehrere Gründe: Mit seinem betörenden Duft und leuchtenden Blüten verschönert er nicht nur jeden Garten und Balkon, sondern bietet auch Nahrung für Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Darüber hinaus ist er ein praktischer Helfer im Garten. Blattläuse mögen den Duft der ätherischen Öle nicht sonderlich gerne.


Beste Freunde im Beet
Diese Kombinationen haben sich besonders bewährt:
Kohl + Salbei + Salat
Karotten + Dill + Salat
Stangenbohnen + Bohnenkraut + Kopfsalat
Kartoffeln + Fenchel + Spinat
Tomaten + Basilikum + Salat
Buschbohnen + Paprika + Petersilie + Mangold
Salat + Studentenblumen + Salbei + Zwiebeln
Salat + Spinat + Radieschen
Zwiebeln + Möhre
Tomaten + Basilikum + Lauch + Bohne + Kamille + Kohl
Die „Drei Schwestern“
Kürbis + Bohne + Mais
Das „drei Schwestern“ Prinzip ist eines der ältesten bekannten Mischkultursysteme der Welt. Bereits indigene Völker Mittelamerikas bauten Mais, Bohnen und Kürbis gemeinsam an – mit beeindruckendem Erfolg. Diese drei Pflanzen ergänzen sich ideal und bilden eine natürliche Lebensgemeinschaft.
Mais wächst aufrecht in die Höhe und dient den Bohnen als stabile Rankhilfe.
Bohnen binden mithilfe von Knöllchenbakterien Stickstoff aus der Luft und reichern damit den Boden an – ein natürlicher Dünger für alle drei Pflanzen.
Kürbis breitet sich am Boden aus, beschattet die Erde mit seinen großen Blättern und schützt sie vor Austrocknung. Gleichzeitig unterdrückt er unerwünschten Wildkräuterwuchs.
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